Biotestverfahren: Kausalzusammenhänge 

Patienten kommen mit konkreten Symptomen zu uns und wollen wissen, ob diese aus dem Zahn- oder Kieferbereich herrühren.

Weder gezielte Anfrage noch bereits erfolgte Behandlungen entbinden uns von der Pflicht sorgfältiger Anamnese und Durchuntersuchung. Wir sollten immer nach Vorbefunden, Laborwerten, Röntgendiagnosen etc. fragen. Bekannte Allergien und Unverträglichkeiten, schulmedizinische Medikationen und eventuell erfolgte komplementäre Behandlungen sind wichtig. Ich möchte für meinen Test möglichst viele Vorinformationen haben, weil ich nicht einfach alle möglichen Ampullen durchtesten möchte, wie es in Laienkursen empfohlen wird. Mag sein, dass medizinisches Wissen den Test in eine bestimmte Richtung lenkt, in den meisten Fällen spart das aber Zeit. Mögliche andere Ursachen muss ich ohnehin abfragen. Auch hat es keinen Sinn, Vortests oder Grunduntersuchungen wegzulassen oder abzukürzen. Wir müssen schließlich wissen, ob der Körper bzw. das Unbewusste uns beschummelt. Unser Test spielt sich in einem elektromagnetischen Informationssystem ab, der Muskelreflex erfolgt auf den Reiz verschiedener Schwingungen bei Ampullen oder Kontakten bei der Therapielokalisation. Je belasteter oder verwirrter ein System, umso fehleranfälliger ist es.

Switching zuerst behandeln


Der Körper kann Antworten vertauschen. Bei Switching verwechselt er rechts und links, vorne und hinten, oben und unten oder leider auch ja und nein. Ein erfahrener Tester merkt, dass komische Ergebnisse kommen und testet auf Switching. Liegt Switching vor, müssen wir dieses zuerst behandeln, z.B. durch Auflegen verschiedener Mittel oder Akupunktur. Sonst riskieren wir ganz falsche Ergebnisse und das ist folgenschwer.
Leider gibt es auch die Möglichkeit, ein Problem zu verdrängen, auszugrenzen, zu isolieren. Eine gute Therapiemöglichkeit ist Ohrakupunktur. Gerade ernste Probleme werden oft isoliert, als ob sie zu groß zum Bearbeiten wären. Eine große Herausforderung sind Krebsbereiche. Krebszellen kommunizieren nicht mit den anderen Körperzellen, schotten sich ab, maskieren sich. Testen auf Isolation ist daher sehr wichtig. Wenn wir mehrmals Isolation oder seltsame Testergebnisse finden, sollten wir eine weitere (schulmedizinische) Abklärung empfehlen, aber stets darauf hinweisen, dass auch schlichte Informationsfehler vorliegen könnten. Durchtesten hat ebenfalls mehrere Zielrichtungen. Unser Test ist umso aussagekräftiger, je stabiler das System ist, also je weniger Störungen wir finden. Bei von Allgemeinärzten gut vorbehandelten Patienten bleiben oft wirklich nur die Störungen über, die die Patienten zu uns führen, und ein paar zahnbezogene Ampullen.
Der große Vorteil unserer Biotestverfahren liegt im Herausfinden von Zusammenhängen. Nehmen wir als Beispiel einen wurzelbehandelten Zahn, unbestritten ein Risiko, etwa 35. Darauf sitzt eine schöne Aufbrennkeramikkrone aus palladiumhältiger Goldlegierung. Unsere Patientin hat gleichzeitig ein Schilddrüsenproblem und fühlt sich stets überdreht und „flippig". Diagnose Hashimoto - Thyreoiditis. Meist löst langdauernder Stress eine Überfunktion mit anschließender Erschöpfung aus. Häufig sind auch Autoantikörper im Spiel. Derzeit Thyroxintherapie. Welche Möglichkeiten aus der Zahnmedizin können relevant sein? Die UK-5er liegen auf dem Magenmeridian, wie auch Schilddrüse und Brust. Es bestehen Zusammenhänge zwischen wurzeltoten UK-5-ern und Brustkrebs. Im Röntgen können wir bestenfalls sehen, ob die Wurzelfüllung gut aussieht oder eine Beherdung vorliegt, aber nicht ob sie Auswirkungen auf den Körper und speziell auf die Schilddrüse hat.

Kritische Materialien


können Amalgam oder Palladium sein. Die toxische Wirkung des Quecksilbers kann von Allgemeinärzten meist mit guten Darmsanierungs- und Ausleitmaßnahmen abgefangen werden. Palladium kann allergen oder direkt auf das Immunsystem wirken (testbar über Thymus). Im seltenen letzteren Fall muss Palladium entfernt werden. Meine Patientin kommt von einem meiner Lieblingskollegen, praktischer Arzt mit Schwerpunkt Bioresonanz. Vortest und Grundtest geben daher wenig her. Die üblichen Störungen wie Darmdysbiose oder Mineralstoffmangel sind längst beseitigt, nur die Schilddrüse ist hartnäckig, und meinem Kollegen, der sich sehr mit Zähnen befasst, ist 35 verdächtig. Therapielokalisationen: Schilddrüse, Hypophyse, Nebenniere, Thymus, 35.
Ampullen: Struma parenchymatosa (Heel), autoaggressive Tendenz, Palladium. Keine Resonanz auf Mercurius, Silberamalgam, Kieferostitis, Gangrän-granulom, Streptokokken, signifikanter Herd, Herdmudra. Nun kann man Zusammenhänge herstellen: Doppel-TL oder Einspeichern einer TL und Ausgleich der Armlängendifferenz suchen. In unserem Fall gleicht Palladium alle pathologischen Alarm- und Reflexpunkte aus.


Radikale Lösung


Zahnmedizinisch ist Frau C. F., 35 a, ein leichter Fall. Voll bezahnt, nur eine Wurzelbehandlung und nur diese eine technische Arbeit. In diesem Fall raten wir wegen der ernsten Problematik zu einer radikalen Lösung. Wirklich nötig wäre die Entfernung der Krone - unter guter Absaugung. Da es sich aber um ein irritiertes Immunsystem handelt, entscheiden wir uns zur Extraktion. Geplant sind eine Zirkonoxidbrücke 34 auf 36, mit Phosphatzement befestigt (weil Dualkleber ein allergenes Risiko darstellen könnten). Weil der Grundtest nur wenig Auffälligkeiten zeigte, haben wir das Material gleich getestet und empfohlen. Ausleittherapie, Mineralstoffausgleich, Entzündungsbremsung läuft weiter beim Allgemeinarzt.
Nach einem Jahr sehen wir die Patientin wieder: Sie fühlt sich wohl und braucht keine Schilddrüsenhormone mehr. Die leicht erhöhten Autoantikörper sind wieder verschwunden - ein schulmedizinisches Wunder, das wir in Zusammenarbeit schon öfter bewirken konnten.
Fazit: Der Grundtest muss sein, damit wir den einfachsten Weg für eine Symptombekämpfung finden. Für den Patienten aber ist das Wichtigste, zu wissen, was seine aktuellen Beschwerden verursacht, dann kann und muss er selbst entscheiden, welche Maßnahmen er setzen will.

Dr. Eva-Maria Höller