ÖGZMK Wien - Jubiläumskongress 2026


Zum 50. Mal wird der Österreichische Kongress für Zahnmedizin ausgerichtet. Diesmal wieder in Wien, und zwar in der Hofburg. ZMT sprach mit dem Kongresspräsidium (KP).

Könnten Sie sich bitte als Kongresspräsidium kurz vorstellen?

KP: Wir freuen uns sehr, gemeinsam den 50. Öster Kongress für Zahnmedizin ausrichten zu dürfen. Als Kongresspräsidium – Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Georg Strbac als Kongresspräsident, DDr. Polina Kotlarenko und Priv.-Doz. DDr. Christoph Vasak als Vizekongresspräsidenten – vertreten wir die ÖGZMK Wien mit dem gemeinsamen Ziel, zum 50-jährigen Jubiläum einen Kongress zu gestalten, der wissenschaftliche Exzellenz, praxisnahe Fortbildung und persönlichen Austausch auf höchstem Niveau vereint. Die Wiener Hofburg bietet dafür den idealen Rahmen. Unser Anspruch war es, einen Kongress zu organisieren, der sowohl die Geschichte unseres Fachs würdigt, als auch den Blick konsequent in die Zukunft richtet.

Wie sind Sie zum Kongressmotto gekommen?

KP: Unser Kongressmotto „Zahnmedizin von Tradition bis Innovation“ spiegelt sich im gesamten wissenschaftlichen Programm wider. Wir verbinden die Geschichte der österreichischen Zahnmedizin mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und technologischen Entwicklungen. Das Spektrum reicht von Implantologie, Paro-dontologie, Endodontie, Prothetik und Kieferorthopädie über digitale Workflows, künstliche Intelligenz und personalisierte Medizin bis hin zu Prävention, regenerativen Therapien und interdisziplinären Behandlungskonzepten. Uns war wichtig zu zeigen, dass Innovation immer auf einem starken wissenschaftlichen Fundament aufbaut. Genau diese Verbindung macht die moderne Zahnmedizin aus.

Welche historischen Aspekte wird der Festvortrag behandeln?

KP: Der Festvortrag nimmt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine spannende Reise durch die Entwicklung der österreichischen Zahnmedizin. Im Mittelpunkt stehen herausragende Persönlichkeiten wie Georg Carabelli und insbesondere Moriz Heider, der als Gründer der heutigen ÖGZMK und Wegbereiter der universitären zahnärztlichen Ausbildung in Österreich gilt. Wir sind überzeugt, dass Innovation nur dann nachhaltig gelingt, wenn wir unsere Geschichte kennen und wertschätzen.

Ich nehme an, in der Keynote wird es um den AI-Einsatz gehen?

KP: Künstliche Intelligenz gehört zweifellos zu den spannendsten Zukunftsthemen der Zahnmedizin und wird im Kongressprogramm mehrfach aufgegriffen. Dabei geht es uns nicht um Visionen, sondern um konkrete Anwendungen. Wir zeigen z.B., wie Deep-Learning-Verfahren bereits heute die Diagnostik unterstützen können – etwa bei der Früherkennung systemischer Erkrankungen anhand dentaler Bildgebung. Gleichzeitig beleuchten wir die Chancen digitaler Technologien für Diagnostik, Therapieplanung und klinische Entscheidungsprozesse. Unser Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen realistischen und wissenschaftlich fundierten Einblick in die Zahnmedizin von morgen zu vermitteln.

Was werden die Highlights des Kongresses sein?

KP: Es gibt zahlreiche Highlights auf die wir uns freuen. Über drei Kongresstage erwartet die Besucherinnen und Besucher ein hochkarätiges wissenschaftliches Programm mit renommierten nationalen und internationalen Referentinnen und Referenten, mehr als 80 Vorträgen, zahlreichen Hands-on-Workshops sowie einer der größten Dentalausstellungen Österreichs. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung wissenschaftlicher Exzellenz. Mit dem Austrian Dental Award werden die besten freien Vorträge und Poster ausgezeichnet. Darüber hinaus ist uns auch der persönliche Austausch ein großes Anliegen. Das Get-together im historischen Wintergarten der Hofburg, die exklusive Führung durch das Weltmuseum Wien, das festliche Galadinner mit der Verleihung des Austrian Dental Awards sowie die anschließende Kongressparty schaffen den passenden Rahmen für Networking und kollegialen Austausch. Gerade diese Kombination aus Wissenschaft, Fortbildung und Begegnung macht unseren Jubiläumskongress so besonders.

Es wird auch sehr viele Workshops geben?

KP: Ja. Praxisnähe ist für uns ein zentrales Anliegen. Deshalb ergänzen wir das wissenschaftliche Vortragsprogramm durch zahlreiche Workshops, in denen moderne Behandlungstechniken, digitale Arbeitsabläufe und innovative Materialien unmittelbar angewendet und diskutiert werden können. Unser Ziel ist es, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse mitnimmt, sondern auch konkrete Impulse, die sich unmittelbar im Praxisalltag umsetzen lassen.

Wird der Galaabend auch in der Hofburg stattfinden?

KP: Der Kongress findet in der Wiener Hofburg statt. Für den Galaabend haben wir jedoch ganz bewusst einen besonderen Veranstaltungsort gewählt. Das Galadinner findet in der beeindruckenden Säulenhalle des Weltmuseums Wien statt, das Teil des historischen Hofburg-Areals ist. Die Gäste erwartet dabei auch ein hochwertiges musikalisches Rahmenprogramm sowie wie gesagt anschließend die Kongressparty. Mit diesem besonderen Ambiente möchten wir dem 50-jährigen Jubiläum einen festlichen und würdigen Rahmen geben.

Gibt es noch einen Punkt, den Sie erwähnen möchten?

KP: Wir möchten alle Kolleginnen und Kollegen herzlich einladen, dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit uns zu feiern. Der 50. Österreichische Kongress für Zahnmedizin ist weit mehr als eine klassische Fortbildungsveranstaltung. Er steht für wissenschaftliche Qualität, interdisziplinären Austausch, Innovation und gelebte Kollegialität – an einem der traditionsreichsten Kongressorte Europas. Wir sind überzeugt, dass dieser Kongress nicht nur neues Wissen vermittelt, sondern Menschen zusammenbringt, Kooperationen entstehen lässt und Inspiration für die Zukunft unseres Berufsstandes schafft. Genau das ist der Geist unseres Jubiläumskongresses.

Herzlichen Dank für das Interview!

Priv.-Doz.
Dr. PETER WALLNER
Umweltmediziner und
Medizinjournalist
peter.wallner4@gmail.com


Das Kongresspräsidium: Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Georg Strbac, DDr. Polina Kotlarenko und Priv.-Doz. DDr. Christoph Vasak